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Urlaub in Italien

Eine Woche Urlaub in Italien

Endlich war ich mal wieder in der Welt unterwegs ... alleine, aber doch irgendwie nicht. Ich hatte mich diesmal für eine Busreise entschieden, ein Städtetrip in Norditalien. Naja ich hatte gerade 'Inferno' von Dan Brown gelesen und dann den etwas enttäuschenden Film dazu gesehen und dachte mir, dass ich auch mal Florenz und co. besichtigen möchte. Und just in dieser Zeit flatterte die Werbung von der Busreise bei mir rein. Und ich bin der Meinung, dass man erst etwas ausprobieren sollte, bevor man es kritisiert oder schlechtmacht. Also habe ich die Reise gebucht.

Mit dem Bus ging es über die Schweiz nach Rimini ... das war eine sehr lange und nicht immer angenehme Fahrt, irgendwann weiß man einfach nicht mehr wohin mit den Beinen ... naja irgendwann waren wir dann da.

Das Hotel war recht gut. Mit Halbpension: morgens Weißbrot, da waren wir Brotsorten-Verwöhnten-Deutschen natürlich etwas enttäuscht, abends gab es aber dafür drei Gänge mit einem Mix aus italienischer und deutscher Küche.

Da es noch nicht Hauptsaison war konnte man die Ausflüge in die Touristen-Städte noch recht gut genießen, da die Zentren noch nicht so sehr überlaufen waren. Auch war das Wetter dafür bestens geeignet. Klarer Sonnenschein, eine kühle Brise und recht angenehme T-Shirt-Temperaturen.

Es standen einige Tagestouren auf dem Plan, unter anderem Perugia, Assisi, San Marino Venedig und Florenz .... die Städte waren wundervoll. Aber ich muss dazu sagen, dass mir immer mehr bewusst wurde, dass ich eher der Naturtyp bin. Immer haben mich die Stadtparks und Gärten magisch angezogen. Und meist war ich etwas genervt von den vielen Menschen, den zu großen (zwar sehr imposanten) Gebäuden, die man nie ganz oder vor allem nie gerade aufs Bild bekam. Aber was mich am meisten gestört hat, waren die blöden Selfiesticks. Es gab einige aus unserer Reisegruppe, die von ihren 900 Schnappschüssen ca. 800 Selfies gemacht haben ... man wie selbstverliebt muss man sein?!?! Und genau diese Leute meinten dann über die asiatischen Touristen ablästern zu müssen, die ja nur nach Europa kommen, um Fotos zu machen ... aja.

Ich hingegen war einfach nur beeindruckt von den Fertigkeiten, die die Menschen damals besessen haben mussten, um diese wundervollen Städte zu erschaffen. Also habe ich einfach so gut es ging die Selfie-isten versucht zu ignorieren und die Schönheit der Architektur, der Kunst und der Geschichte zu genießen. Und die wundervolle Landschaft konnte man dann auf den Touren aus dem Bus heraus ganz gut beobachten.

Rimini

Im März ist der Badeort Rimini noch ziemlich touristenfrei, so dass man die Sonne ganz in Ruhe genießen kann. In langen Klamotten, denn der Wind bläst noch kräftig und kalt. Vom Hotel in 'Viserbella' aus bin ich den Strand entlang und dann erstmal in die schnuckelige kleine Altstadt, die im Nordwesten von der 'Ponte di Tiberio' und knappe 900m nördlich vom 'Arco Augusto' begrenzt wird. 

Die schönsten Orte findet man aber sowieso nur, wenn man die Karte weglegt und einfach dahin läuft, wo die Füße einen hintragen, deswegen waren das wahrscheinlich auch meine einzigen Ortsangaben hier ;)

In Rimini-Süd habe ich dann am 'Fontana dei Quattro Cavalli' eine weitere kleine Picknick-Pause gemacht, um dann passend zum herrlichen Sonnenuntergang am Hafen zu sein. 

Perugia

Die Hauptstadt der Region Umbrien. Interessant ist hier neben der ansprechenden Architektur natürlich auch die Geschichte. So hat zum Beispiel Papst Paul III. im sogenannten 'Salzkrieg' (um 1540) einfach mal eine Festungsanlage auf die Altstadt erbauen lassen, weil die Bürger sich geweigert hatten, die neue Salzsteuer zu zahlen. Was also erstmal aussah wie ein verzweigtes Tunnelsystem war in Wirklichkeit mal eine blühende Stadt gewesen ....

Ansonsten ist das auf einem Hügel erbaute Perugia ein ganz nettes Städchen mit einer schönen etwas neueren Altstadt, die zum verweilen einlädt. Und die Aussicht von da oben (500m) ist einfach bombastisch.

Assisi

Nicht weit entfernt von Perugia liegt auch die mittelalterliche Stadt Assisi in Umbrien und auch auf einem Hügel (400m). Das gut erhaltene mittelalterliche Stadtbild mit der Stadtmauer und der Festungsruine 'Rocca Magiore' sind durch die UNESCO geschützt. Außerdem ist die Stadt auch ein bedeutender Pilgerort für Christen, da hier der Heilige Franziskus, der Gründer des Franziskanerorderns und die heilige Klara gelebt haben und in den Kapellen 'San Francesco' und 'Santa Chiara' ihre Gräber zu sehen sind. 

Assisi ist ein sehr einladender, freundlicher und heller Ort. Und doch überkam mich das Gefühl, ob es nicht damals sinnvoller gewesen wäre, die Kosten und Mühen, die für diese riesigen Bauten und die viel zu vielen Kirchen verbraucht wurden, für sinnvolerere Dinge zu nutzen ...

Santarcangelo di Romagna

Das ist ein kleiner Ort in der Region Emilia-Romagna, etwa zehn Kilometer von Rimini entfernt. Eine kleine charmante Altstadt mit dem typisch italienischen mediteranen Flair mit kleinen Gassen und Läden, die sich den Hügel hoch schlängeln.

Unter dem Torbogen 'Arco di Papa Clemente' aus dem 18. Jahrhundert finden regelmäßig die Wochenmärkte statt. Und an der alten Stadtmauer und dem Spielfeld davor wurde damals das italienische Mannschaftsspiel 'Gioco del Pallone' gespielt. Heutzutage werden immer noch jährlich mehrere Freundschaftsspiele mit benachbarten Städten ausgetragen.

Republicia di San Marino

Der 61km² kleine Staat wurde erbaut auf dem Kalksteinrücken des 'Monte Titano' (739m) und ist umgeben von den italienischen Regionen 'Emilia-Romagna' und 'Marken'. Von dort oben hat man ein krasses Rundumpanorama und man kann Norditalien fast gänzlich überblicken - atemberaubend!

Der Staat ist nicht nur einer der kleinsten der Welt, sondern auch die älteste bestehende Republik. Es ist eines der friedlichsten Länder der Welt, ihr Wahlspruch ist 'Libertas', den man auch überall in San Marino wiederfindet.

Es soll aber doch auch ein Gefängnis geben mit sechs Zellen, die aber fast immer leer sind. Übersetzt man das mal bekommt man 'sey' für sechs und 'cellen' für Zellen, das ergibt 'Seycellen'. Und da es für so wenige Insassen zu teuer wäre extra einen Koch einzustellen, bekommen sie ihre Mahlzeiten á la Carte von einem Restaurant. Wer also in das Gefängnis kommt, macht quasi Urlaub in den Seycellen.

Venezia

Das unvergleichliche Venedig, die Hauptstadt der Region 'Venetien', die Stadt auf den 118 Inseln in der Lagune an der italienischen Adria. Es ist wirklich erstaunlich, was man alles auf ein paar Inseln bauen kann...

Es gibt neben dem 'Canal Grande' noch etwa 175 Kanäle, die von etwa 398 Brücken überbrückt werden. In den vielen kleine Gassen herrscht rechtsverkehr, da es manchmal wirklich sehr eng ist. Auch gibt es viele Sackgassen, so dass man sich schon mal leicht verirren kann. Viel Grün findet man nicht, da fast alles zugepflastert ist ... eigentlich habe ich sogar gar nichts grünes gefunden. Aber in den kleinen Gassen war es trotzdem sehr einladent und nicht so voll mit Touristen.

Anstelle von Grünzeugs gab es dafür viele eindrucksvolle Gebäude, nicht nur den 'Piazza di San Marco' mit der 'Basilica di San Marco' und dem 'Palazzo Ducale', sondern auch 'San Giorgio Maggione', 'Santa Maria de la Salute' und die 'San Zaccaria'. Und man darf die etwa 124 Kirchen nicht vergessen, und die schönen Brücken, wie die 'Ponte di Rialto' und die vielen schönen Statuen, ...

Firenze

Florenz ist nicht nur die Hauptstadt der italienischen Region Toskana, sie war auch die Heimat vieler berühmter Künstler, Dichter und Wissenschaftler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Galileo Galilei oder Dante Alighieri und viele viele mehr. So sagt man auch über Florenz, sie sei die Wiege der Renaissance.

Die historische Innenstadt mit ihren zahlreichen Palästen, Kirchen, Museen und Denkmälern steht schon seit vielen Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Zurecht, wie ich finde. Ein solch künstlerisches und architektonisches Erbe muss geschützt werden. Die Kathedrale 'Santa Maria del Fiore' ist einfach überwältigend. Und dann dreht man sich um und ist wieder überwältigt von den nächsten Meisterleistungen ... eine absolut eindrucksvolle Stadt. Und leider hatte ich viel zu wenig Zeit, um sie in vollen Zügen genießen zu können ...

Mehr Informationen zur gebuchten Busreise findet ihr hier.

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Letzte Aktualisierung am 07.10.2017

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